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25.11.2008
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25.11.2008
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Portrait Ruud Kaiser



Rudolph Hendrik „Ruud“ Kaiser
Geboren am 26. Dezember 1960 in Amsterdam, Niederlande
Cheftrainer SG Dynamo Dresden

„Ich spiele Schach, weil ich dabei viel Nachdenken muss und mich dennoch entspannen kann.“

„Beim Schach – wie beim Fußball – ist mit Zufall oder Glück kein Blumentopf zu gewinnen, sondern vielmehr mit Strategie und Konzentration“, sagt Ruud Kaiser. „Bei beiden Sportarten sind Sieg oder Niederlage vorrangig davon abhängig, wer den Spielverlauf aufmerksamer beobachtet und es besser versteht, die Nerven zu behalten. Es gilt, über die gesamte Spieldauer höchst konzentriert zu bleiben, denn der Gegner könnte jede Unaufmerksamkeit für sich nutzen.“

Kaisers häufigster Schachgegner verzeiht keinerlei Patzer: Der Schachcomputer bestraft Konzentrationsschwächen umgehend – außer auf niedrigstem Level. Aber Kaiser gehört nicht zu denjenigen, die sich mit endlosen Siegen auf unterer Computer-Spielstärke zufrieden geben. „Wenn ich mein Erfolgserlebnis hatte, schraube ich das Level höher, und verliere danach erstmal einige Partien. Auf dem neuen Niveau spiele ich solange, bis ich wieder gewinnen kann. Irgendwann gelingt mir dann auch da ein Sieg, und ich gehe wieder einen Schritt weiter. So kann man sich immer etwas verbessern.“

Dieser Ehrgeiz, dieser Wille, ständig besser zu werden, zeichnete bereits den Fußballprofi Ruud Kaiser aus: In seiner 14-jährigen Profikarriere stürmte er unter anderem für Ajax Amsterdam, wo er Niederländischer Meister und Pokalsieger wurde, den Royal Antwerp FC, Coventry City und den OGC Nizza. Direkt im Anschluss an seine Spielerkarriere begann Kaiser mit seiner Trainerlaufbahn. So arbeitete er beispielsweise im Nachwuchsbereich des niederländischen Fußballverbandes; 2005 führte er die niederländische U-17-Auswahl mit Spielern wie Rafael van der Vaart, Robin van Persie, Arjen Robben oder Wesley Sneijder zur Vize-Europameisterschaft und auf Rang drei der Weltmeisterschaft.

Seit Juni 2008 ist Ruud Kaiser Cheftrainer der SG Dynamo Dresden: „Beim Fußball muss man wie beim Schach eine Strategie finden und ein Gleichgewicht zwischen Angriff und Verteidigung halten – das ist für mich als Trainer die Grundlage allen Erfolgs.“ Und wenn es mal nicht klappt? Am Schachbrett ist das für Kaiser kein Problem, und „nach fünf Sekunden vergessen. Beim Schach bin ich ja nur ein Amateur. Aber auf dem Fußballplatz tut eine Niederlage richtig weh. Da kann ich richtig sauer werden…“