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25.11.2008
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25.11.2008
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Portrait Felix Magath



Felix Magath
Geboren am 26. Juli 1953 in Aschaffenburg, Deutschland
Cheftrainer und Sportdirektor des VfL Wolfsburg

„Ich spiele Schach, weil es nach Fußball der schönste Sport ist.“

Als Spielmacher inspirierte Felix Magath seine Mannschaftskollegen zu einer elektrisierenden Mischung aus temporeichem Angriffsfußball und perfekter Raumdeckung – es schien, als habe der begeisterte Schachspieler das Brettspiel auf den Rasen verlegt.

Auch der Fußballtrainer Magath nutzt den strategischen Impetus des königlichen Spiels: „Sportler müssen Strategie und Taktik beherrschen. Was viele nicht erkennen, lässt sich gerade beim Schach begreifen: Es gilt, in jeder Situation nicht irgendeinen Zug zu machen, sondern den besten. Auch ein Fußballer sollte immer nach der besten Lösung suchen. Eine schöne Kombination auf dem Platz ergibt sich nicht einfach so – Schönheit ist die Abwesenheit von Zufällen.“  

Und für diese schönen Kombinationen braucht es perfekt zusammen wirkende Akteure. Auch hier sieht Magath Parallelen zwischen Schach und Fußball: „Aufgrund der vielen Steine ist Schach eigentlich auch ein Mannschaftssport. Das Spiel wird erst dann richtig schön, wenn die Figuren gut zusammenarbeiten und nicht, wenn eine von ihnen ganz allein über das Brett spaziert. Deshalb sollte jeder Fußballer Schach spielen, um die Strategie des Fußballs besser zu verstehen.“

Magath ist einer von nur sechs Akteuren in der Geschichte der Fußball-Bundesliga, die sowohl als Spieler als auch als Trainer die Deutsche Fußballmeisterschaft gewannen. Hinzu kommen seine 43 Einsätze für die Nationalmannschaft, mit der er 1982 sowie 1986 Vize-Weltmeister und 1980 Europameister wurde. Unvergesslich ist auch das Europapokal-Endspiel der Landesmeister im Mai 1983, als Magath, der Kopf des Hamburger SV, gegen Juventus Turin den entscheidenden Treffer zum 1:0 Sieg erzielte.   

Vor 30 Jahren entfachte Magaths Schach-Leidenschaft: „Ich war damals krank und hatte viel Zeit. Heute fehlt mir allerdings ein wenig die Übung. Als Sportdirektor und Trainer beim VfL Wolfsburg habe ich wenig Gelegenheit, meinem Hobby nachzugehen.“ Dennoch ergeben sich ab und zu wunderbare Highlights: So hatte Magath die Chance, gegen sein großes Vorbild Garri Kasparow zu spielen. Magath verlor zwar, wie auch alle weiteren 29 Blindsimultan-Gegner. Aber die Niederlage schmerzte erheblich weniger als die gegen seinen Schachcomputer – „wenngleich der Computer ein hervorragender Lehrmeister ist.“