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25.11.2008
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25.11.2008
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Portrait Vaile



Karolin Vaile Fuchs
Geboren am 3. Mai 1980 in Hamburg, Deutschland
Musikerin und Schauspielerin

„Ich spiele Schach, weil ich mich dabei am besten fokussieren und vom Alltag freimachen kann.“

Wenn Vaile mit ihren Musiker-Kollegen am Schachbrett sitzt, geht es vor allem um Spielfreude und Risikobereitschaft: Da gibt es auch mal pures Räuberschach – mit allen Figuren voll auf Angriff! So lässt sich manchmal auch ein spielstärkerer Gegner überrumpeln: „Als ich Smudo darauf hinweisen konnte, dass er Gefahr läuft, gleich seine Dame zu verlieren, war ich richtig glücklich. Denn er spielt eigentlich um Klassen besser als ich,“ sagt Vaile. Wie auch Artur Brauner, gegen den Vaile trotz Unterstützung von zwei weiteren Spielern verlor. „Kein Problem, Niederlagen am Schachbrett sind für mich eher Ansporn, als dass ich mich deshalb ärgern würde. Also gleich auf zur Revanche! Und dann alles lernen, was ich von meinem Gegner lernen kann.“

Vor vier Jahren, während einer Rucksackreise durch Thailand, entdeckte Vaile ihre Faszination für das Schachspiel. Seitdem nutzt sie jede Gelegenheit; spielt fast täglich gegen ihren Keyboarder Kai Oliver Krug und hat in ihrer Freizeit immer ein Steckschach mit dabei. Denn bei einer Partie kann sie sich vom Alltag freimachen. „Ich bin ein sehr scheuer Mensch und deshalb viel in der Wildnis, um Kraft zu tanken, um bereit zu sein für andere Menschen. Auch das Schachspiel hilft mir dabei.“

Jedes Jahr, allein mit sich, einem Zelt, zwei Pferden und einem Rucksack voll mit Lebensmitteln und Büchern, verbringt Vaile in der Wildnis die intensivsten Monate des Jahres. Dort findet sie zu sich, findet zu dem, was „in der Einsamkeit von einem übrig bleibt.“ Dort schreibt sie die meisten ihrer Songs; dort entstand auch das Buch „Frei sein“ über ihr Leben in den Wäldern.

Trotz ihres ambivalenten Verhältnisses zur Öffentlichkeit ist Vaile mittlerweile dort angekommen. Mittlerweile auch als Schauspielerin eine feste Größe, stand Vaile, die Schauspiel und Musik in New York und Hamburg studierte, seit 2006 in zahlreichen Filmen vor der Kamera. So z.B. in dem Spielfilm „Mörderische Erpressung“ (ZDF/ ARTE/ Hamburger Filmfest) oder in mehreren Tatort Filmen, für die sie u.a. auch als Sängerin und Co Writerin einen Titelsong beisteuerte.