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Der ewige Favorit

Dresden, 18/07/2008

Russland kommt zur Schacholympiade mit dem stärksten Team aller Zeiten

„Russland mit dem Weltmeisterschaftskandidaten Vladimir Kramnik an der Spitze reist zur Schacholympiade mit dem stärksten je gemeldeten Team eines Mannschaftswettbewerbs an“, berichtete der Erste Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Dr. Lutz Vogel, zur Begrüßung des Kuratoriums der Schacholympiade.



Mit Kramnik und seinen Mannschaftskollegen Alexander Morozevich, Peter Svidler, Alexander Grischuk und Dmitry Jakowenko reisen die ersten fünf Spieler der aktuellen FIDE-Ratingliste Russlands mit einem sagenhaften Wertungsschnitt von 2.750 ELO-Punkten an.

„Auch der aktuelle Weltmeister wird kommen“, ergänzte Dr. Vogel am Nachmittag. Mit Viswanathan Anand reisen ebenfalls die stärksten indischen Spieler an. In diese Reihenfolge passt auch Ungarn mit Peter Leko, Judit Polgar als spielstärkste Frau der Welt und Zoltan Almasi.

Bei den Nationenanmeldungen liegt Dresden vier Monate vor dem Turnier mit 133 Zusagen sehr gut im Schnitt. Bei der vorigen Olympiade in Turin waren es unmittelbar zu Turnierbeginn 146 Nationen. Unter den Vorangemeldeten sind neben den starken Schachnationen auch Exoten wie Trinidad und Tobago oder die Britischen Jungferninseln vertreten. Rund 1.350 Teilnehmer der Schacholympiade sind bereits namentlich benannt.

Zu der Entscheidung, schon so früh vor dem letztmöglichen Meldetermin am 12. September die Aufstellungen abzugeben, gehört durchaus Mut, ergänzte der Erste Bürgermeister und begrüßte das Kuratorium: „Ebenso wie es im Schachspiel immerzu Entscheidungen bedarf, so danke ich auch Ihnen, dass Sie sich zur Unterstützung der Schacholympiade entschieden haben“. Das Kuratorium der Schacholympiade setzt sich aus hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Sport, Kultur und Politik zusammen.

Anlässlich der konstituierenden Sitzung trug sich der Präsident des Deutschen Schachbundes, Prof. Dr. Freiherr Robert Klaus von Weizsäcker, ins goldene Buch der Stadt ein. Auch im Dachverband der deutschen Schachspieler freut man sich auf die unmittelbare Vorbereitungsphase, für die der 1877 gegründete Verband mit rund 100.000 Mitgliedern in 2.700 Vereinen seit 2004 begleitende Aktionen ins Leben rief. „Ich bin überzeugt davon, dass die Schacholympiade in Dresden ein voller Erfolg wird und gehe davon aus, dass sich die Resonanz in den Medien auch positiv auf die Entwicklung unserer Mitgliedszahlen auswirkt“, erklärte von Weizsäcker.

Das Kuratorium der Schacholympiade auf einem Gruppenfoto

Nach der konstituierenden Sitzung empfing Bürgermeister Winfried Lehmann geladene Gäste zur Eröffnung des ZMD-Schachfestivals, das am Samstag, 19. Juli, um 15 Uhr im RAMADA-Hotel Wilhelm Franke-Str. 90, in Leubnitz eröffnet wird. Das Organisationsteam des Schachfestivals richtet seit 1992 Schachturniere in Dresden aus, darunter zahlreiche europäische und deutsche Meisterschaften. In diesem Jahr begrüßt der Verein eine Rekordteilnehmerzahl mit rund 320 Voranmeldungen. Damit ist das Open fast restlos ausgebucht, Nachmeldungen sind nur noch über Ersatzlisten möglich, unter den Teilnehmern sind rund 50 Titelträger des internationalen Schachs.

Zur Eröffnung spielten der Präsident des Deutschen Schachbundes von Weizsäcker und Dr. Gerhard Köhler vom Schacholympiade-Co-Sponsor Orwo-Net eine Schachpartie auf dem Großfeld, bevor die Nationalspieler Elisabeth Pähtz und Falko Bindrich ein Simultanspiel demonstrierten. Ausgezeichnet wurde an diesem Abend die 12-jährige Filiz Osmanodja für ihren zweiten, doppelten deutschen Meistertitel, den sie zeitgleich bei den Mädchen und Jungs ihrer Altersklasse errang. Außerdem wurden Mirjam Viereck vom SV Dresden-Striesen und Friedrich Schnoor von Grün-Weiß Dresden für den stärksten Leistungszuwachs aller Nachwuchskräfte aus Dresden ausgezeichnet.