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25.11.2008
Armenien und Georgien gewinnen Gold
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25.11.2008
Pressekonferenz armenische Mannschaft
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25.11.2008
Pressekonferenz deutsche Mannschaft
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Inhalt

Der Wahnsinn geht weiter – wird Deutschland im Schach die Nr. 1?

Deutschland schlägt Rumänien und setzt sich in der Spitzengruppe fest

Den deutschen Schachfans wird zurzeit Unglaubliches geboten. Deutschlands A-Team präsentiert sich im Stil einer Spitzenmannschaft. Nach den super starken Unentschieden gegen Russland und Ukraine als Nummer Eins und Zwei der Setzliste, besiegte die Nationalvier gestern Rumänien mit 2,5:1,5 und heftet sich direkt an den Olympiadesieger 2006 Armenien. Russland scheint indessen vom zermürbenden Kampf um die Krone im Schachsport die Nerven zu verlieren und unterlag eben diesen Armeniern, so dass nun an der Tabellenspitze die Jungs um Levon Aronian mit 13 von 14 möglichen Punkten führen, dahinter finden sich Deutschland, Frank-reich und Israel mit je 12 Punkten. Während die Franzosen ihre Form gegen Armenien beweisen müssen, spie-len die Deutschen gegen Israel.

Auch das ist natürlich kein leichter Gegner. Ähnlich wie bei Weltmeisterschaftsendrunden in anderen Sportar-ten ist jede Paarung ein echter Prüfstein. Gelfand, Roiz, Avrukh und Postny werden die Gegner heißen – alle-samt Großmeister von Weltruhm, doch die deutsche Mannschaft schlägt sich derart gut, dass nicht wenige davon ausgehen, dass Deutschland nach dem Turnier selbst eine weltbekannte Mannschaft präsentiert. Deutsch-land als Schachnation. Ein Traum, den sich der Deutsche Schachbund seit vielen Jahren erfüllen möchte. Mit 3.000 Vereinen und nahezu 100.000 organisierten Mitgliedern ist der DSB der zweitgrößte Schachverband weltweit. Die Autogrammjäger, Fernsehkameras und Radiomikrophone richten sich zunehmend auf die Spieler um Bundestrainer Uwe Bönsch.

Arkadij Naiditsch als Spitzenspieler verlor zwar gestern erstmals eine Partie, spielt aber mit 4,5 Punkten aus sieben Spielen am Spitzenbrett ein fantastisches Turnier. War er in den ersten Partien einer der Garanten für den Sieg, so sorgten seine Kameraden gestern für den Gewinn. Jan Gustafsson besiegte Istratescu, bleibt weiter ungeschlagen und bilanziert mit Vier aus Sechs. Daniel Fridman hat nach dem Remis von gestern ebenfalls ei-ne 2/3 – Ausbeute, David Baramidze siegte gegen Vajda und erreicht bisher sagenhafte 3,5 Punkte aus nur vier Spielen. Igor Khenkin schließlich erspielte drei Punkte aus fünf Partien.

21.11.2008