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Schach-Olympiade Dresden, 3.Tag

Dresden, 15/11/2008

Mein Streifzug des dritten Tages (Freitag) durch die heiligen Olympia- Hallen in Dresden führte mich zu Beginn zu den Senioren, bzw zu dem zum Rahmenprogramm gehörenden Senioren- Turnier. Heute war Fototag und ich nutzte die Gelegenheit um die wenigen hessischen Teilnehmer etwas näher zu betrachten.



Eine Nachbetrachtung von Hans Dieter Porst

Unter dem Link

http://www.hessischer-schachverband.de/dsb/20082009/schacholympiade

wurde eine Sonderseite eingerichtet, um die Fotoimpressionen der bisherigen Tage aufnehmen zu können. Keine Angst, da sind nicht nur Hessen dabei:-)

In unmittelarer Nähe zu den Senioren spielen Jugendmannschaften der Bundesländer (eigentlich natürlich die der Landesverbände) ihr Meisterteam aus. Neben den Trainer- Koryphäen Uwe Kersten und Jürgen Haakert trifft man natürlich auch den Rest des Begleitertrosses, die ihren Schützlingen während der Partie über die Schulter schauen, und nach der Partie als FIDE Meister ihres Fachs kundigen Verbesserungsratschlag geben.

Auf dem langen Weg von dieser oberen Ebene der Halle nach unten in den großen Saal kommt man zwangsläufig an den vielen Ständen derer vorbei, die mit und um das Schach herum ihre Waren oder Dienstleistungen anbieten. Da der große Ansturm der Besucher eher so gegen Ende des Events erwartet wird, kann man sich schon mal auf einiges gefasst machen. Das Turnier ist stets gut besucht, und wären nicht bestimmte Bereiche abgetrennt, hätten die Medienvertreter wahrscheinlich gar keine Chance ihre Arbeit zu erledigen. Doch alles scheint wohl organisiert.

Durch die Hinzunahme neuer Spieler zu einzelnen Teams, die nur 4 statt der möglichen 5 Meister gemeldet hatten, ergaben sich für deren Gegner natürlich Probleme, das man sich auf die nicht so recht vorbereiten konnte. Einsprüche einzelner Teams wurden als korrekt anerkannt und deshalb die gestrige Runde mit einer Stunde Verspätung begonnen. So einfach kann das gehen! Der einen Spielerin, die dann erst um 16.01 statt 16.00 am Brett erschien, wurde leider kein Pardon gegeben; und es flossen Tränen. Tja, wer das alltägliche Schrank-TV überstrapaziert, oder sich zwischen den 32 Paar Schuhen nicht entscheiden kann, der muss auch Rückschläge hinnehmen. Schiedsrichter haben deshalb stets nur ein paar Schuhe dabei:-)

Ansonsten hatte ich durch gottgleiche Fügung gestern die ungeahnte Möglichkeit, mehr als sonst zu Fotos en masse zu kommen. Das hängt mit dem Konzept zusammen, das man nicht alle Horden der Presse wahllos und in eben solch hoher Anzahl durch die Gänge der Turniertische gehen lassen kann. Ruhe muss sein, und Ex-WM Kramnik, der erst zur Runde Zwei ins Geschehen eingriff, musste sich durch die Schiedsrichter Ruhe verschaffen lassen. Vor der Bühne herrscht natürlich eine für die Spieler anstrengende Unruhe. Und wer mag schon dauernd im Glashaus sitzen.....

Die anwesenden Frauen- Teams machen natürlich aus dem Männersport Schach und der Olympiade als Top- Wettbewerb den strahlend- funkelnden Diamanten. Wer schon mal versucht hat von den männlichen Kollegen ein mit einem Lächeln untermaltes Foto zu ergattern, musste den Witz selbst mitgeliefert haben, sonst wird das nix! Doch dazu in den Bildergalerien mehr..... (Link siehe oben)

Schon allzu früh musste ich meinen Tag im ICC abbrechen, da der Besuch beim Musical "Chess" in der Staatsoperette Dresden auf dem Plan stand. Irgendwie hätte ich gedacht, das sich so ein Haus auch irgendwie im barocken Stadtzentrum befinden muss, aber mein elektronischer Allround- Stadtplan schockte mich eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn gewaltig: eine gute halbe Stunde Fahrzeit zur Staatsoperette war einzuplanen gewesen; und noch nix zusammengepackt, und der Parkplatz auch nicht in kurzer Laufweite. Natürlich kam ich zu spät an, aber Karten waren hinterlegt und auf den persönlichen Namen ausgestellt. Die Premiere zu "Chess" war natürlich gut besucht, aber nicht ganz ausverkauft. Da es nur wenige Vorstellungen gibt, eigentlich nur aus Anlass der Olympiade einstudiert, ist das eigentlich ein Pflichttermin. Die Aufführung ist überraschenderweise in Deutsch, aber das muss nicht stören.

Es war eine gelungene Veranstaltung, und ich wäre schlecht beraten gewesen, wenn ich nicht hingegangen wäre. Bis hierher, der schönste Abend in Dresden!

Dummerweise habe ich dadurch die Ergebnisse der deutschen Mannchaften verpasst, und daher:
bei den Frauen siegte Team 1 gegen Argentinien, also der erste Sieg in Runde zwei. Team 2 ließ sich auch von Bulgarien beide Mannschaftspunkte überreichen, wie tags zuvor Team 2 bei den Herren. Und Team 3, eine rein sächsiche Kombination, erfuchste sich einen Mannschaftspunkt gegen Uruguay. Na also, geht doch!

Bei den Männern war der Beutezug eher normal, also Team 1 gewann (natürlich) gegen Slowenien mit 3 - 1. Team 2 musste Federn lassen, mehr als bemerkenswert aber das Remis des starken GM Georg Meier gegen Schach- Wunderkind Magnus Carlsen aus Norwegen. Super! Leider ging der Wettkampf dann aber mit 3 - 1 an die Wikinger.
Deutschland 3 holte ein Unentschieden gegen Südafrika, und damit auch den ersten Punkt.

Mal sehen, was an Tag 4 so alles passiert!

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