News

25.11.2008
Armenien und Georgien gewinnen Gold
[mehr]
25.11.2008
Pressekonferenz armenische Mannschaft
[mehr]
25.11.2008
Pressekonferenz deutsche Mannschaft
[mehr]

Inhalt

Armenien rollt, Deutschland folgt

Dresden, 20/11/2008

Nach sieben Runden hat Titelverteidiger Armenien die alleinige Tabellenführung bei der Schacholympiade in Dresden übernommen. Deutschland, Israel und Frankreich folgen auf den Plätzen.



Gabriel Sargissian war der Mann des Tages für Armenien. In einer sehenswerten Partie bezwang er Alexander Grischuk und sorgte für den 2,5:1,5 Sieg seines Teams im Spitzenspiel gegen Russland. Grischuk wählte die Damenindische Verteidigung und es entstand eine theoretisch interessante Stellung.



Gabriel Sargissian


Im Mittelspiel opferte Sargissian mutig eine Figur für sehr aktives Spiel. Im weiteren Verlauf blieben kaum Figuren auf dem Brett und hier kam die Zeit des weißen Königs. Er lief über das gesamte Brett und als deutlich wurde, dass er die gegnerischen Bauern abgrasen würde, gab Schwarz auf. Mit diesem Sieg führt der Titelverteidiger nach sieben Runden bei der Schacholympiade in Dresden alleine die Tabelle an.


In hervorragender Verfassung zeigt sich weiterhin die deutsche Nationalmannschaft. Gegen Rumänien siegte man mit 2,5:1,5 und nimmt nun den zweiten Platz ein. Jan Gustafsson eröffnete den heutigen Reigen mit einem theoretisch interessanten Sieg gegen Istratescu. Der Rumäne wählte die gleiche Variante, mit der Sargissian den Hamburger vor gut drei Wochen in der Bundesliga überraschte und taktisch gewann. „Gusti“ zeigte sich jedoch gut präpariert und verbesserte sein eigenes Spiel mit der Neuerung 15...Ld6.



„16.Df3 ist schon ungenau. Danach stand ich etwas besser. Das Opfer 23.Sb5 ist schlecht und funktioniert überhaupt nicht.“ In der Tat streckte Weiß vier Züge später die Waffen. Nachdem Daniel Fridman ein solides Remis gegen Mircea Parligras beisteuerte, war es an David Baramidze das lahme Spiel Leventa Vajdas taktisch zu bestrafen. Damit firmiert der Youngster im Team bei 3,5 aus 4 und ist mitverantwortlich dafür, dass Deutschland so gut in der Tabelle steht. Die Niederlage Arkadij Naiditschs am Spitzenbrett gegen Liviu Dieter Nisipeanu konnte damit verkraften werden.


Israel und Frankreich liegen mit ihren Siegen am siebten Spieltag ebenfalls gut im Rennen und finden sich punktgleich aber dank schlechterer Wertung auf Platz drei und vier wieder. Auf den Plätzen fünf bis neue folgen unter anderem die topgesetzten Mannschaften Russland, China und Ukraine. Die Letztgenannten trennten sich vier Runden vor Schluss 2:2.
Eine der Überraschungen des Turniers ist das Team aus Vietnam. Das Team aus dem fernen Osten gewann gegen Niederlande 3:1 und findet sich nun auf Platz acht wieder.


Ein überzeugender Sieg gelang am Spitzenbrett Ngoc Truong Son Nguyen gegen Loek van Wely


Ergebnisse des siebten Spieltags

Tabelle nach dem siebten Spieltag

Paarungen des achten Spieltags


Die chinesischen Damen leisteten sich heute ihren ersten Punktverlust. Gegen die USA lag man schon 2:1 hinten, bevor die 14jährige Yifan Hou am Spitzenbrett mit tatkräftiger Mithilfe von Irina Krush für den Ausgleich sorgte.



Yifan Hou


In der achten Runde kommt es nun zur Spitzenbegegnung gegen die Ukrainerinnen, die inzwischen richtig in Fahrt gekommen zu sein scheinen. Niederlande wurde mit 3,5:0,5 deutlich besiegt. Auf Platz drei folgen die Russinnen, die sich beim 2:2 gegen Polen einen neuerlichen Ausrutscher leisteten. Die elomäßig stärkste Mannschaft im Turnier spielt bis dato unter ihrer Erwartung. Bei vier noch zu spielenden Runden ist aber noch alles drin.


Das kann man für die deutsche Mannschaft kaum noch behaupten. Gegen Italien langte es nur zu einem 2:2. Insbesondere die Spielerinnen am letzten Brett müssen langsam zu ihrer Form finden, damit die Schacholympiade am Ende nicht völlig enttäuschend endet.


Ergebnisse des siebten Spieltags

Tabelle nach dem siebten Spieltag

Paarungen des achten Spieltags


 zurück zur Übersicht