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Boxweltmeister besucht Schacholympiade

Dresden, 23/11/2008

Arthur Abraham gab sich am Samstag in Dresden die Ehre, um seine "armenischen Landsleute" anzufeuern.



„Es war meine Idee hierher zu kommen“, meinte der gebürtige Armenier kurz nach Eröffnung der neunten Runde im Internationalen Kongress Center in der Elbmetropole. Zwischen „RTL-Spendenmarathon“ am Donnerstag in Köln und dem „Laureus Medien Award“ am Montag in München ließ es sich der IBF-Mittelgewichtschampion nicht nehmen, das Geschehen auf der Bühne live zu verfolgen.


„Mein Opa hat mir Schach spielen beigebracht, als ich acht Jahre alt war. Es hat Jahre gedauert, bis ich gewinnen konnte. Da er nicht so gut sehen konnte, habe ich am Anfang versucht die Türme wegzunehmen, damit ich eine Chance habe. Als ich elf war, habe ich es auf faire Weise geschafft ihn zu schlagen“, äußerte sich „King Arthur“ im Gespräch.


Da Schach in Armenien Nationalsport ist, kam Abraham sehr früh in Kontakt mit dem Spiel. „Neben der Schachschule gab es ein großes Gebäude, in dem jeder spielen konnte, der mochte. Dort war ich auch häufig. Ich eröffne immer mit dem Doppelfianchetto. Das hat mir mein Großvater beigebracht.“

 


Arthur Abraham und Levon Aronian


Geplant war, dass Arthur Abraham die neunte Runde symbolisch eröffnet, da er aber verspätet in Dresden ankam, musste Anatoli Karpov alleine diese Aufgabe übernehmen. Als Arthur hörte, dass der Ex-Weltmeister vor Ort ist, wollte er sich unbedingt mit ihm treffen. Hinter der Bühne kam es zu einem angeregten Gespräch zwischen den beiden. Außerdem standen die armenischen Spieler alle auf, als Arthur die Bühne betrat. Mit Levon Aronian unterhielt sich der Boxchamp hinter der Bühne und bat um Fotos mit seinem „Landsmann“. Auch mit Karpov wollte er unbedingt zur Erinnerung abgelichtet werden. „Anatoli Karpov ist eine Legende. Es ist eine große Ehre für mich, ihn getroffen zu haben.“

 


Anatoli Karpov und Arthur Abraham


Seine Höflichkeit  war erstaunlich. Starallüren waren ihm nicht anzumerken und er interessierte sich für das Geschehen vor Ort. Obwohl er um 18.00 seinen Flug erwischen musste, war er von der Bühne kaum wegzukriegen. Dort fieberte er mit dem armenischen Team mit und ließ sich fachkundig alles erklären.


„Ich freue mich, dass es so gut läuft für Armenien, aber ich freue mich auch für Deutschland, dass ein so tolles Ereignis hier stattfindet. Ich bedanke mich für den herzlichen Empfang und es hat mich sehr gefreut hier zu sein“, verabschiedete sich Arthur Abraham, aber nicht ohne einige Souvenirs noch dazulassen.


Text und Fotos: Georgios Souleidis

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