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Noch 131 Tage und schon Olympiasieger

Dresden, 04/07/2008

Noch ist gar nicht Olympiade - und schon haben wir einen Olympiasieger. Aus Deutschland!

Es handelt sich um die Mannschaft rund um die DSB-Spitze Robert Klaus v. Weizsäcker und Matthias Kribben. Die alten Weggefährten der Fernschach-Nationalmannschaft gewannen zusammen mit Siegfried Kluve, Dr. Martin Kreuzer, Dr. Fritz Baumbach und Roland Pfretzschner die Olympiade des Schachwettbewerbs nach dreieinhalb Jahren Spielzeit.



Im Fernschach keine ungewöhnliche Turnierzeit, so laufen die 17. olympischen Fernschachspiele bereits, während wir hier die Gewinner des 13. Wettbewerbs sehen. Dr. Fritz Baumbach hat außerdem noch eine ganz besondere geschichte zu erzählen, wenn es um Fernschach und Nationenwettbewerb geht. Er war der letzte Gewinner der DDR, als es sie schon längst nicht mehr gab

Dieses team hier schaffte es, Tschechien und Polen zu distanzieren, die beide im Fernschach "richtig große" Nummern sind. Bei den Enzelergebnissen belegte Fritz Baumbach an Brett Eins den ersten Platz mit 6,5 Punkten aus zehn Partien - das sind im Fernschach Welten. An Brett Vier beherrschte der Präsident des DSB, Robert Klaus von Weizsäcker die Konkurrenz. 7,5 aus 10 waren seine Ausbeute. Da stand ihm sein Vize und Berliner Präsident Matthias Kribben in nichts nach, auch er erzielte 7,5 Punkte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Uwe Bekemann vom Deutschen fernschachbund (BdF) schreibt dazuschreibt dazu:

Deutschland gewinnt die 13. Fernschach-Olymiade

Es laufen noch 22 der insgesamt 330 Partien, aber die Deutsche Mannschaft (38:21 Punkte, eine Partie offen), steht schon als überlegener neuer Fernschach-Olympia-Sieger fest. Im Abschlussklassement wird das Team mindestens drei Punkte Vorspung haben.

Im Fernschach zählt die Olympiade zugleich als Mannschaftsweltmeisterschaft, so dass Deutschland somit auch neuer Mannschafs-Weltmeister geworden ist.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem hervorragenden Erfolg!

Silber werden voraussichtlich die Tschechen gewinnen und die größten Chancen auf die Bronzemedaille haben Polen und Brasilien, während der 6-malige Olympiasieger Russland nur im Mittelfeld landen wird:

1.Deutschland, 38, 1 offen
2.Tschechien, 33, 2 offen
3.Polen, 30, 3 offen
4.Luxemburg, 28,5, 1 offen
5.Russland, 28, 2 offen
6.Brasilien, 27,5, 7 offen
7.Lettland, 27,5, 5 offen
8.Österreich, 27,5, 4 offen
9.Slovakei, 27,5, 4 offen
10.USA, 24,5, 10 offen
11.Litauen, 16, 5 offen.

Die Vorrunde der 13. Olympiade begann im Jahr 1999 mit 50 teilnehmenden Nationen. Elf Teams qualifizierten sich 2004 für das Finale, das dann im November 2004 begann und nun im Mai 2008 entschieden ist. Es war die vielleicht letzte Olympiade, bei der die Züge auf dem Postweg übermittelt wurden, deshalb die lange Turnierdauer.

Die deutsche Sieger-Mannschaft:
Ex-Weltmeister Dr. Fritz Baumbach (72) wurde mit 6,5 aus 10 Brettsieger am Spitzenbrett! Er begann seine erfolgreiche Olympia-Karriere bereits bei der 6. Olympiade 1968-1972 mit der Bronzemedaille für die DDR und saß auch schon bei der Nahschach-Olympiade in Siegen 1970 am Brett.


Fernschach-GM Siegfried Kluve (64) remisierte alle 9 Partien, eine läuft noch.
Der Passauer Mathematik-Professor GM Dr. Martin Kreuzer (46) erzielte ungeschlagen 6 aus 10.


Der DSB-Präsident Fernschach-GM Prof. Dr. Robert von Weizsäcker (53) wurde mit 7,5 aus 10 Brettsieger am 4 Brett!
Roland Pfretzschner (49), Fünfter der letzten Einzel-Weltmeisterschaft, erreichte 6 aus 10 und war der einzige im deutschen Team, der zwei Niederlagen quittieren musste.


DSB-Vizepräsident Dr. Matthias Kribben (47), zugleich Mannschaftsführer des deutschen Teams, erreichte 7,5 aus 10, und wird mit GM-Norm ebenfalls Brettsieger an seinem Brett.